Botox Injektion

I

Die Botulinumtherapie ist ein injizierbares Verfahren, bei dem Botulinumtoxin in Mimikfalten
injiziert wird, wodurch die motorische Aktivität der Muskeln und das Auftreten neuer
Mimikfalten blockiert werden.

Heute gibt es mehrere wirksame Medikamente auf der Basis von Botulinumtoxin, die für die
Verwendung in der Kosmetik und Medizin in Deutschland zugelassen sind. Die Medikamente
unterscheiden sich in ihren Eigenschaften, daher werden sie von einem Arzt gemäß den
individuellen Indikationen für die Patient*innen ausgewählt.

Vorteile:

  • Schnelle Leitfähigkeit des Verfahrens — bis zu 20 Minuten
  • Erhaltung der Wirkung bis zu 6 Monaten

Indikationen:

  • Behandlung von Hyperhidrose, Migräne
  • Korrektur des Zahnfleischlächels (Gummy smile)
  • Korrektur des Hypertonus der Kaumuskulatur, Bruxismus, Schulter-Nacken Hartspann
  • tiefe Falten
  • Asymmetrie des Gesichts

Eine topische Anästhesie ist in aller Regel verzichtbar, da die Injektion durch Verwendung
extrem feiner Nadeln wenig schmerzhaft ist. Nur in Ausnahmefällen sollten topische
Lokalanästhetika zur Anwendung kommen, zum Beispiel an besonders empfindlichen Stellen
wie die Oberlippe.

Die erste Wirkung tritt bereits 12-48 Stunden nach der Behandlung auf, der maximale Effekt ist
in der Regel nach drei bis zehn Tagen zu erwarten. Die Wirkungsdauer von Botulinumtoxin A ist
abhängig von einer adäquaten Dosierung, der Auswahl der korrekten Injektionspunkte sowie
von individuellen Patientengegebenheiten.

Kontraindikationen:

  • Neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenia gravis, Eaton-Lambert-Syndrom oder amyotrophe Lateralsklerose
  • Entzündungen an den Injektionstellen
  • Nachgewiesene Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Relative Kontraindikation:

  • Koagulopathien und die Einnahme von Antikoagulanzien

Unerwünschte Nebenwirkungen:

  • lokal Hämatome, Rötungen und Schwellungen an den Injektionspunkten
  • Allergien auf die Zusatzstoffe (z.B. Stabilisatoren)
  • geringe Schmerzen
  • übermäßige Entspannung der Zielmuskulatur oder unerwünschte Parese benachbarter
  • Muskeln

Therapieversagen Botulinumtoxin A stellt biochemisch ein Protein dar und kann somit die
Zielstruktur einer Antikörperbildung sein. Auf Grund einer Antikörperbildung kann es,
insbesondere nach wiederholten Injektionen mit hohen Dosierungen, zu einem
Therapieversagen kommen. Als allgemeine Risikofaktoren für die Entstehung von Antikörpern
gegenüber dem aktiven Neurotoxin werden hohe Toxinmengen, kurze Injektionsintervalle
(auch Boosterinjektionen) sowie hohe individuelle Empfindlichkeit des Immunsystems gesehen.


Wichtige Informationen

Was Sie nach jeder Injektionsbehandlung beachten müssen:

Was Sie nach jeder Injektionsbehandlung beachten müssen:

Wasseranwendungen sowie das Auftragen normaler Pflegeprodukte sind nach der Mesotherapie nicht gestattet.

Nach Mesotherapie der Kopfhaut sollten Sie 2 Tage nicht die Haare waschen, damit die haarwachstumsfördernden Wirkstoffe genügend lang am Haarfollikel einwirken können und nicht vorzeitig ausgewaschen werden

24 Stunden nach der Behandlung keine Vollbäder, Saunagänge, Massagen sowie keine Lymphdrainagen oder Elektrotherapien. Auf Sonnenbäder sollte 3 Tage verzichtet werden, damit es u. A. nicht zu unerwünschten Pigmentierungen kommt.